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Gesellschaft zur Qualitätssicherung kardiologischer Zuchttauglichkeitsuntersuchungen in der Tiermedizin

Collegium Cardiologicum e.V.

Ziel des Collegium Cardiologicum e.V. (CC e.V.) ist es, eine stand­ardisierte und qualifizierte Untersuchung auf erbliche Herzerkrankungen beim Tier zu gewährleisten. Im CC kann jeder Mitglied werden, der die Voraussetzungen nach der Zulassungs- und Prüfungsordnung des CC e.V. erfüllt und die Prüfungen bestanden hat.

Dies sichert einen Standard, der für die Erstellung von Gutachten über die Gesundheit im Rahmen von erblichen Herzerkrankungen notwendig ist. Des Weiteren wird eine einheitliche und nachvollziehbare Befunderfassung bei den kardiologischen Untersuchungen zur Zucht­zulassung von Hunden und Katzen durch­geführt. Um diesen Standard zu sichern, bedarf es einer permanenten Fortbildung der Mitglieder und wenn nötig einer Angleichung der ­Untersuchungsverfahren. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Ergebnisse von Herzuntersuchungen für wissenschaftliche oder rein statis­tische Zwecke auszuwerten. Nur wenn die Daten einheitlich ermittelt werden, sind sie nachvollziehbar und vergleichbar.

Noch vor 15 Jahren existierten Untersucherlisten bei einzelnen Zuchtverbänden mit Namen von Kollegen, denen es erlaubt wurde bestimmte Rassen zu untersuchen. Diese Listen wurden von diversen Hundevereinen selbst erstellt. Ein Zugang zu den Untersucherlisten war nicht nachvollziehbar geregelt und eine Überprüfung der Qualität der Untersuchung fand nicht statt. Aus diesem Grunde haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kardiologie in der DGK (Dt. ­Gesellschaft für Kleintiermedizin) beschlossen, eine Vereinigung auf Vereinsbasis mit klaren ­Zugangsregeln und einer Qualitätssicherung zu gründen. Unterstützt wurde dieses Vorhaben vom VDH e.V. (Verband Dt. Hundewesen), dem BpT e.V. und der DGK-DVG. Heute ist das CC e.V. neben der GRSK e.V. (Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen, ehem. Hohenheimer Kreis) und dem DOK e.V: (Dortmunder Ophthalmologen Kreis) eine der drei Säulen der Untersuchung auf zuchtrelevante Erkrankungen im VDH. Mit dem CC e.V. ist ein allgemein akzeptiertes Organ entstanden, das allen interessierten tierärztlichen Kollegen offen steht.

Postuniversitäre Weiterbildung

Die studentische Ausbildung im Bereich Veterinärmedizin findet in Deutschland auf einem ­hohen Niveau statt, allerdings gibt es unzählige Fachgebiete und Lehrinhalte, die vermittelt werden müssen. Daher ist es kaum möglich, den Studierenden eine spezialisierte Ausbildung im Bereich der Kardiologie anzubieten. Die praktische Durchführung einer Herzultraschalluntersuchung wird im Regelstudiengang kaum vermittelt, sodass eine postuniversitäre Weiterbildung in diesem Bereich unumgänglich ist, wenn ein Tierarzt kardiologisch tätig sein will. Weiterbildungskurse dieser Art werden von Mitgliedern des CC e.V. seit Jahren auf Seminaren weltweit angeboten.

Die Fragestellungen der Tierzüchter im Hinblick auf erbliche Herzerkrankungen an den kardiologisch tätigen Tierarzt sind in den letzten zehn Jahren immer schwieriger und komplexer geworden. Aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Gutachtenerstellung verändern sich regelmäßig. Zudem gibt es laufend neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die für die Beurteilung von Herzerkrankungen relevant sind, sodass unsere Untersucher ständig über Neuigkeiten im Sinne der Qualitätssicherung informiert werden müssen.

Neuere Entwicklungen und Datenbank

Das CC bietet mittlerweile flächendeckend Untersucher, auch wenn noch einige kleine „weiße Flecken“ auf der Landkarte zu sehen sind, so ist doch jährlich mit einem Zuwachs bis zu 5 aktiver Mitglieder zu rechnen. Die Fahrwege für die Tierbesitzer werden somit von Jahr zu Jahr kleiner.

In den zwölf Jahren seines Bestehens haben die Untersucher eine Onlinedatenbank aufgebaut, in der bereits die Ergebnisse von 10.000 Rassehunden enthalten sind. Diese Datenmenge ist weltweit einzigartig und ermöglicht es, repräsentative Aussagen über die Rassedispositionen der verschiedenen Hunderassen zu geben. Im Jahr 2012 hat das CC den weltweit ersten natio­nalen kardiologischen Untersuchungsgang publiziert (Tierärztl. Praxis Kleintiere 2012-4). Dieser ist die Grundlage für eine einheitliche transparente Befunderfassung. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Kardiologen, Tierzüchtern und Haltern in Deutschland hat mittlerweile Ableger des CC e.V. in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden entstehen lassen. In diesem Jahr wird die einheitliche Befundung und online-­basierte Dokumentation der kardiologischen ­Untersuchung der Katze gestartet. Diese wird ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätssicherung in der Kleintierkardiologie werden.

Weitere Informationen zu Mitgliedschaft, Prüfungen und Terminen finden Sie unter: www.collegium-cardiologicum.de

VORSTAND

Dr. Jan-Gerd Kresken, 1. Vorsitzender
Dr. Ralph Wendt, 2. Vorsitzender
Dr. Michael Deinert, Kassenwart
Dr. Martin Janthur, Schriftführer
Prof. Dr. Matthias Schneider,
Leiter der Prüfungskommission,
Vorsitzender Fachgruppe Kardiologie der DGK

HKP 3 / 2015

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe HKP 3 / 2015.
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„Endlich hat sich hundkatzepferd zum Fachmagazin für den Tierarzt entwickelt. In der Ausgabe 03/12 fielen neben informativen Neuigkeiten aus dem Praxisbereich und den lustigen Nachrichten aus der Tierwelt viele anspruchsvolle und praxisrelevante Fachartikel in einem ungewöhnlich anschaulichen und erfrischenden Design auf. Auch ein Fachmagazin kann unterhaltsam sein und taugt somit auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zur Feierabendlektüre im Gartenstuhl. Gefällt mir!“
Prof. Dr. Arwid Daugschies, Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät – VMF
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Dr. Anja Stahn ( Leitung der Geschäftseinheit VET in Europa und Middle East bei der Alere )
Die hundkatzepferd begleitet mich nun schon seit einigen Jahren. Nach wie vor begeistern mich
die Aufmachung, der fachliche und informative Inhalt sowie und die beeindruckenden Fotos des
Fachmagazins. Ganz deutlich ist seit einigen Monaten eine noch stärkere Ausrichtung auf die Belange
und Interessen der Tierärzteschaft zu erkennen. Dies ist sehr erfreulich. Das Magazin gehört in jede
Praxis und sollte unterhaltsame „Pflichtlektüre“ für das ganze Praxisteam sein.