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Loyale Mitarbeiter in der Tierarztpraxis

Der Erfolg einer Tierarztpraxis oder Tierklinik hängt nicht zuletzt von gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern ab, die mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind. Man weiß heute, dass zufriedene Mitarbeiter am ehesten zu zufriedenen und treuen Kunden führen. Erfahrene Mitarbeiter bilden also die Basis für eine wirtschaftlich gut aufgestellte Praxis.

Man kann aber davon ausgehen, dass es für Tierarztpraxen künftig immer schwieriger sein wird, sich mit geeignetem Fachpersonal zu versorgen. In Deutschland sind insgesamt Fachkräfte und insbesondere auch erfahrene Tierärzte schon jetzt am Arbeitsmarkt schwer zu bekommen. Diese Situation wird sich künftig sogar noch verschlimmern. Zu einer erfolgreichen Strategie einer Tierarztpraxis gehört es also, sich darüber Gedanken zu machen, wie man attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter schafft, damit sie sich ihrem Arbeitgeber gegenüber loyal verhalten. Nur loyale Mitarbeiter sind ihrem Arbeitgeber gegenüber treu, sie spüren eine emotionale Verbundenheit mit ihrem Unternehmen. In unserem Fall heißt das, sie machen sich Gedanken um das Wohl und Wehe der Praxis. Sie identifizieren sich mit ihrem Arbeitsplatz und machen die unternehmerischen Interessen zu ihren eigenen. Sie sprechen oft und gut, begeisternd und leidenschaftlich gerne über ihren Job. Hierbei geht es natürlich nicht um den blinden Gehorsam und das selbstlose Pflichtgefühl früherer Zeiten, sondern vielmehr um eine mündige, freiwillige Form der Loyalität. So sprechen wir heute eigentlich nicht mehr von der guten alten Mitarbeiterbindung, weil das Wort Bindung hier versagt. Es hat so etwas Erzwungenes, fast möchte man an Ketten denken. Selbst „goldene Handschellen“ können am Ende keine Loyalität erzwingen. Sie funktioniert vielmehr wie eine Freundschaft: Man kann sie nur geschenkt bekommen, allerdings muss man, wie bei einer echten Freundschaft, einiges für dieses Geschenk tun. Mitarbeiterloyalität muss man sich – genauso wie Kundenloyalität – immer wieder neu verdienen. Der Schlüssel zu einem vertrauenswürdigen und loyalen Mitarbeiter ist eine offene zwischenmenschliche Kommunikation.

Gemeinsam sind wir stark

Die Bereitschaft zur Loyalität ist in den Menschen zwar unterschiedlich ausgeprägt, was die Loyalität aber in jedem Fall fördert, ist ein starkes „Wir-Gefühl“. Insbesondere das Erreichen gemeinsamer Ziele sorgt für einen gewissen Stolz auf die Praxis und dafür, dass ein loyaler Mitarbeiter das in Form einer positiven Mundpropaganda dann nach draußen trägt. Das setzt natürlich voraus, dass man mit seinen Mitarbeitern klare Ziele vereinbart und deren Zielerfüllung regelmäßig mit ihnen bespricht. Besprechungen sollten schließlich nicht nur dazu dienen, über die Dinge zu sprechen, die „schiefgelaufen“ sind, sondern auch dazu, sich offen über Positives und künftige Pläne auszutauschen. Neben einem fairen und respektvollen Miteinander durch einen guten Führungsstil gibt es natürlich noch weitere Faktoren, die für eine hohe Loyalität sorgen wie ein gutes Betriebsklima, Anerkennung der Arbeit durch angemessenes Loben, die Schaffung eigener Verantwortungsbereiche mittels einer klar geregelten Aufbau- und Ablauforganisation, gute Entwicklungsperspektiven, familienverträgliche Arbeitszeiten sowie die Beteiligung am Unternehmenserfolg. Mitarbeiter dabei auch finanziell am loyalitätsbasierten Unternehmenserfolg zu beteiligen, ihnen also einen echten Entgeltvorteil zu bieten, ist beinah unerlässlich für das Funktionieren dieses Systems.

HKP 7 / 2012

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe HKP 7 / 2012.
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Dr. Birte Reinhold, ICHTHYOL-GESELLSCHAFT
„Endlich hat sich hundkatzepferd zum Fachmagazin für den Tierarzt entwickelt. In der Ausgabe 03/12 fielen neben informativen Neuigkeiten aus dem Praxisbereich und den lustigen Nachrichten aus der Tierwelt viele anspruchsvolle und praxisrelevante Fachartikel in einem ungewöhnlich anschaulichen und erfrischenden Design auf. Auch ein Fachmagazin kann unterhaltsam sein und taugt somit auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zur Feierabendlektüre im Gartenstuhl. Gefällt mir!“
Prof. Dr. Arwid Daugschies, Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät – VMF
„hundkatzepferd serviert dem Leser den aktuellen Wissensstand in leicht verdaulicher Form. In Zeiten einer erdrückenden Informationsflut tut es gut, wenn solides Wissen auch in erfrischend entspannter Art angeboten wird.“
Dr. Anja Stahn ( Leitung der Geschäftseinheit VET in Europa und Middle East bei der Alere )
Die hundkatzepferd begleitet mich nun schon seit einigen Jahren. Nach wie vor begeistern mich
die Aufmachung, der fachliche und informative Inhalt sowie und die beeindruckenden Fotos des
Fachmagazins. Ganz deutlich ist seit einigen Monaten eine noch stärkere Ausrichtung auf die Belange
und Interessen der Tierärzteschaft zu erkennen. Dies ist sehr erfreulich. Das Magazin gehört in jede
Praxis und sollte unterhaltsame „Pflichtlektüre“ für das ganze Praxisteam sein.