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Master-Studiengang Pferdewissenschaften, Göttingen

Zweifelsohne mangelt es in der Praxis an Experten im Bereich der Zucht, Haltung, Fütterung, Betriebswirtschaft sowie dem Marketing von Pferden, aber werden diese auch von Arbeitgebern nachgefragt? Wir glauben ja und haben deshalb einen Master-Studiengang Pferdewissenschaften an der Georg-August- Universität Göttingen eingerichtet.

Der Universitätsreitstall in Göttingen wurde als eines der ersten Universitätsgebäude um 1736 errichtet. Damit sollte Professoren und Studenten die Möglichkeit zu standesgemäßer Freizeitgestaltung geboten werden. Im neuen Master-Studiengang Pferdewissenschaften steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Pferd im Vordergrund. Pferden wird in Deutschland ein erhebliches gesellschaftliches und wirtschaftliches Potenzial bescheinigt. Das Land ist u.a. internationaler Marktführer in der Sportpferdezucht. Da scheint eine wissenschaftliche Ausbildung akademischer Führungskräfte notwendig.

Die Entwicklung des Studiengangs

Der Studiengang wurde 2006 von der Fakultät für Agrarwissenschaften, der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover sowie der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. ins Leben gerufen. Die ersten Absolventen schlossen 2008 ab. Die Bewerberzahlen liegen deutlich über den angebotenen Studienplätzen (30). Zugangsvoraussetzung ist ein mindestens sechssemestriges Studium mit berufsqualifizierendem Abschluss an einer Hochschule. Daneben werden auch Vorkenntnisse wie vorherige Berufsausbildungen (z.B. Pferdewirt) oder Trainerscheine bei der Vergabe der Studienplätze berücksichtigt. Zu den bisherigen Bewerber/innen gehörten vor allem Agrar- und Umweltwissenschaftler, Biologen, Veterinärmediziner und Betriebswirte. Diese Vorkenntnisse bieten den Vorteil einer sehr individuellen Profilbildung für den späteren Arbeitsmarkt.

Eckdaten zum Studium

Die EU-Länder haben es sich zum Ziel gesetzt einen gemeinsamen Hochschulraum zu schaffen. Dazu werden Studiengänge auf ein zweistufiges Bachelor-/Master-System umgestellt. Die Vergleichbarkeit von Studienleistungen wird durch die Vergabe von Credit Points (CP) erreicht, mit denen der Arbeitsaufwand für ein erfolgreich absolviertes Modul „gemessen“ („work load“) wird. Ein CP entspricht 30 Arbeitsstunden. Im Master-Studiengang Pferdewissenschaften müssen in vier Semestern insgesamt 120 (CP) erworben werden. Dies entspricht etwa 3.600 Stunden oder der Ableistung von 15 Modulen (jeweils 6 CP) sowie der Anfertigung einer Masterarbeit (30 CP).

Die Studienziele, -inhalte und –aufbau

Das Studium soll auf die Tätigkeit in leitenden Funktionen im Pferdesektor vorbereiten. Die Lehrinhalte werden in Modulen (u.a. Vorlesungen, Übungen, Seminare, Projektarbeiten) vermittelt, von denen einige (Pflichtmodule) belegt werden müssen. Sie stellen das Grundgerüst der Ausbildung dar. Dazu gehören Leistungs- und Trainingsphysiologie, Zucht, Ernährungsphysiologie und Fütterung, Hygiene und Haltung sowie Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung. Andere Module (mindestens 10) können aus einem reichhaltigen Angebot ausgewählt werden (z. B. Bau- und Verfahrenstechnik; Nutzungsalternativen des Pferdes; Organisation, Reitweisen und Ausbildungssysteme; Sportund Eventmarketing).

Aufgaben und Berufsfelder

Die Berufsfelder liegen u.a. bei den Pferdezucht- und -sportverbänden, der Futtermittelindustrie, den Unternehmen der Haltungstechnik, bei Pferdehaltungs- und -zuchtbetrieben, in der Pferdevermarktung, in der betriebswirtschaftlichen oder produktionstechnischen Spezialberatung, in der fachbezogenen Journalistik und Touristik sowie im Event-Marketing. Der spätere Erfolg am Arbeitsmarkt, das zeigen die Erfahrungen in anderen Studiengängen, hängt dabei ganz wesentlich von den abseits des Studiums erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen ab.

www.pferde.uni-goettingen.de

HKP 1 / 2009

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe HKP 1 / 2009.
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Der Autor:

Dr. Birte Reinhold, ICHTHYOL-GESELLSCHAFT
„Endlich hat sich hundkatzepferd zum Fachmagazin für den Tierarzt entwickelt. In der Ausgabe 03/12 fielen neben informativen Neuigkeiten aus dem Praxisbereich und den lustigen Nachrichten aus der Tierwelt viele anspruchsvolle und praxisrelevante Fachartikel in einem ungewöhnlich anschaulichen und erfrischenden Design auf. Auch ein Fachmagazin kann unterhaltsam sein und taugt somit auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zur Feierabendlektüre im Gartenstuhl. Gefällt mir!“
Prof. Dr. Arwid Daugschies, Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät – VMF
„hundkatzepferd serviert dem Leser den aktuellen Wissensstand in leicht verdaulicher Form. In Zeiten einer erdrückenden Informationsflut tut es gut, wenn solides Wissen auch in erfrischend entspannter Art angeboten wird.“
Dr. Anja Stahn ( Leitung der Geschäftseinheit VET in Europa und Middle East bei der Alere )
Die hundkatzepferd begleitet mich nun schon seit einigen Jahren. Nach wie vor begeistern mich
die Aufmachung, der fachliche und informative Inhalt sowie und die beeindruckenden Fotos des
Fachmagazins. Ganz deutlich ist seit einigen Monaten eine noch stärkere Ausrichtung auf die Belange
und Interessen der Tierärzteschaft zu erkennen. Dies ist sehr erfreulich. Das Magazin gehört in jede
Praxis und sollte unterhaltsame „Pflichtlektüre“ für das ganze Praxisteam sein.