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Parodontalerkrankungen – unterschätzte Ursache schwerwiegender Malokklusionen bei Kaninchen und Meerschweinchen

Parodontalerkrankungen – unterschätzte Ursache schwerwiegender Malokklusionen bei Kaninchen und Meerschweinchen

Zeig mir die Zähne

Parodontalerkrankungen sind bei wild lebenden Pflanzenfressern sowie bei Heimtieren, die eine Normokklusion aufweisen und tierartgerecht gefüttert werden, eher selten. Hingegen finden sie sich relativ häufig bei Heimtieren, die Malokklusionen aufweisen – bisweilen völlig unabhängig von der Schwere der Befunde.

Die entzündlichen Veränderungen des Periodonts werden in praxi jedoch leider meist übersehen oder aber nicht ernst genommen. Dabei weist vieles darauf hin, dass sie bei der Entstehung schwerwiegender Gebisserkrankungen eine ganz entscheidende Rolle spielen. So sind z.B. beim Chinchilla innerhalb des Zahnfachs statt­findende Auflösungen des Zahnkörpers (intradentale Lyse) meist die Folge einer primären parodontalen Entzündung (ähnlich der FORL bei Katzen = feline odontoklastische resorptive Läsionen). Dies kann ebenso Kaninchen oder Meerschweinchen betreffen. Gelänge es, die ursächlichen Parodontopathien frühzeitig nachzuweisen und dementsprechend zu behandeln, ließe sich ein Großteil der Malokklusionen bei herbivoren Heimtieren vermeiden. Hierbei spielt auch die richtige Ernährung der Tiere eine ganz entscheidende Rolle.

Anatomische Grundlagen

Parodontalerkrankungen sind primär entzündliche Erkrankungen des Zahnhalte­apparates bzw. des gesamten Zahnfachs. Dieses besteht aus dem Zahnbett (Alveole) sowie dem Zahnfleisch (Gingiva), dem Zahn­zement (Cementum) sowie der Wurzelhaut (Desmodontium; syn. Periodontium, Parodontium, periodontales oder parodontales Ligament, Alveolardentalmembran), die den Zahn im Knochen verankert. Die hierfür erforderlichen Bindegewebsfasern verlaufen bei brachyodonten (kurzkronigen) Zähnen (z.B. Hund, Katze oder Mensch) direkt vom Zahnzement der Zahnwurzel zum wenige Zehntelmillimeter entfernten Knochen des Zahnfachs. Mithilfe dieser sogenannten Sharpey-Fasern, die aus Kollagenfaserbündeln bestehen, wird der Zahn einerseits stabil, andererseits aber auch in gewissem Maße flexibel in der Alveole verankert, denn diese Fasern sind normalerweise leicht gewellt. Wirken Druckkräfte auf den Zahn ein, so werden diese „gestreckt bzw. gedehnt“, wodurch der Druck in auf den Knochen einwirkende Zugkräfte umgewandelt wird. Dies verhindert eine mechanische Impaktion der Zähne in den anliegenden Kieferknochen.


Abb.1 Oberkieferbackenzähne eines gesunden Kaninchens
mit gut erkennbarem Desmodont (siehe Text).

Auch bei den herbivoren Heimtieren, die hypselodonte Schneide- sowie Backenzähne haben (d.h. lebenslang wachsende Zähne mit einem hohen Zahnkörper), ist jeder Zahn mithilfe des Periodontiums, das nicht nur Fasern, sondern auch feinste Blutgefäße sowie Nerven enthält, fest im Kieferknochen verankert (sog. thekodontes Gebiss). Jedoch ist die odonto-alveoläre Syndesmose bei kontinuierlich wachsenden Zähnen etwas differenzierter aufgebaut (Abb.1). Da diese Zähne pro Jahr ca. 10?–?16?cm wachsen, muss der gesamte Zahnkörper auch dementsprechend aus dem Zahnfach herauswandern können – durch eine kontinuierliche apikale Appo­sition von neu gebildetem Zahngewebe. Dies wäre mit einer starren Verankerung des Zahnes – wie bei brachyodonten Zähnen vorliegend – nicht möglich. Der Unterschied besteht in einer komplexeren Anordnung der kollagenen Fasern des Desmodonts, denn die Faserbündel verlaufen nicht direkt vom Knochen zur Zahnsubstanz, sondern sie treffen sich jeweils in der Mitte des Parodontalspaltes in einem so genannten intermediären Plexus (Plexus intermedius), in dem sie fest verankert sind. In diesem Bereich erfolgt ein ständiger Umbau des intraalveolären Band­apparates, indem sich einzelne Fasern lösen und an anderer Stelle neu anheften. Somit besteht der Plexus intermedius aus einer Vielzahl sich miteinander in diverse Richtungen verflechtender Fasern, die teilweise auch parallel zur Zahnlängsachse verlaufen. Diese geflechtartige Anordnung der Sharpeyfasern sowie der beständige Umbau des Plexus ermöglichen innerhalb der Alveole eine longitudinal gerichtete Verschiebung der kontinuierlich wachsenden Zähne. Gleichzeitig ist der Parodontalspalt durch diesen komplexen Aufbau verhältnismäßig weit. Dies prädisponiert her­bivore Heimtiere zu Parodontalerkrankungen, da sich Futterpartikel leichter in das Desmodont bzw. zwischen die Backenzähne einklemmen können, als dies bei brachyodonten Zähnen möglich ist.

Ursachen und Symptome (Ätiopathogenese)

Die Ursachen für parodontale Erkrankungen, die in jedem Alter sowie in unterschiedlichen Schweregraden auftreten können, sind sehr vielfältig. Wichtige Rollen spielen auch beim Heimtier die Ernährung, die „Selbstreinigung“ des Gebisses, die Zusammensetzung des Speichels mit einer dementsprechenden intraoralen Keimbesie­de­lung sowie vermutlich auch das Immun­system der Individuen. Man unterscheidet prinzipiell zwischen Entzündungen des Zahnfleischs (Gingivitis) und Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis), die beide primär bakteriellen Ursprungs sind. Sie entstehen eigentlich nur dann, wenn den Zähnen Plaque (weicher bakterieller Zahnbelag oder „Biofilm“) anhaftet. Dieser bildet lokal Giftstoffe (Endotoxine), freie Radikale sowie andere saure Stoffwechselprodukte, die die Gingiva reizen. Dies zeigt sich klinisch in einer stärkeren Durch­blutung sowie Schwellung des Gewebes (Ödematisierung). Außerhalb des Zahnfaches dominieren dabei aerobe Bakterien, wohingegen sich innerhalb des Zahnfachs primär anaerobe Keime vermehren. Ohne frühzeitige Therapie kann sich die zunächst auf das Zahnfleisch begrenzte Entzündung ungehindert innerhalb des Zahnfaches weiter ausbreiten. Auch beim Heimtier scheint das körpereigene Immunsystem bei dieser fortschreitenden Gewebezerstörung eine entscheidende Rolle zu spielen, da es durch die Einschleusung entsprechender Zellen und Enzyme versucht, die Entzündung zu stoppen.

Bei den kontinuierlich wachsenden ­Backenzähnen der Herbivora können sich gingivanahe Zahnbeläge eigentlich gar nicht dauerhaft halten, da sie mit dem Zahnwachstum kontinuierlich zur Krone hin verlagert werden. Dies funktioniert ­jedoch nur so lange, wie über eine korrekte Stellung, Struktur sowie Länge der Backenzähne (Normokklusion) die sogenannte Selbstreinigung des Gebisses erhalten bleibt. Parallel hierzu muss auch eine adäquate Fütterung der Tiere gewährleistet sein, da sich ansonsten härtere Nahrungs­partikel oder Haare in das eher „lockere“ Desmodont einspießen können. Dies kann mitunter bei einem völlig gesunden Gebiss erfolgen, da die Zähne, bedingt durch ihre nicht so feste Verankerung innerhalb des Alveole, verhältnismäßig leicht auseinander gedrängt werden können (Abb.2). Die im Approximalbereich einzelner Backenzähne eingeklemmten Faserpartikel, die meist aus stark lignifizierten Pflanzenteilchen bestehen, beeinträchtigen nun lokal die Selbstreinigung des Gebisses (Plaque­anhaftung) und führen über eine zusätzliche bakterielle sowie enzymatische Zersetzung der Futterpartikel zur Gingivitis (Abb.3).


Abb.2 Linke Oberkieferbackenzähne eines Meerschweinchens mit
physiologischem Desmodont (rechter unterer Pfeil) sowie beginnender
Erweiterung der periodontalen Fasern (inker unterer Pfeil); zwischen die Zähne eingeklemmte Faserpartikel.


Abb.3 Linke Oberkieferbackenzähne eines Meerschweinchens mit physiologischem Gebiss; Gingivitis als Folge der Zersetzung eingespießten Futters.


Abb.4 Linke Oberkieferbackenzähne eines Meerschweinchens
mit sekundärem Knochenschwund als Folge einer Parodontopathie

Bleiben die Futterpartikel längerfristig zwischen den Backenzähnen eingeklemmt, schließt sich der Gingivitis ein entzündungsbedingter lokaler Knochenschwund an (Abb.4). In diesem Stadium der Parodontalerkrankung sind die Backenzähne bereits deutlich auseinandergedrängt, was mit einer entsprechenden approximalen Erweiterung der jeweiligen Alveolen einhergeht. Die normalerweise einzelne Zahnfächer voneinander trennende Lamina dura löst sich entzündungsbedingt nach und nach auf, sodass immer mehr Futter, Speichel sowie Keime in die erweiterten Alve­olen eindringen können (Abb.5). Der großflächige Verlust des dentalen Stützgewebes führt zu einer gewissen Zahnlockerung und die primär peridentale Infektion breitet sich innerhalb des Zahnfaches immer weiter zum Apex hin aus. Erreicht sie schließlich die zahnbildenden (germinativen) Zellen, so wird, bedingt durch eine unspezifische Reizung oder aber sekundäre ­Infektion der germinativen Zellen, pathologische Zahnsubstanz gebildet (Schmelz- und Dentinhypoplasie). Gleichzeitig weisen die Backenzähne als Folge ihrer unzureichenden knöchernen Abstützung progressive Zahnkörperverbiegungen auf – insbesondere die sehr langkronigen Unterkieferbackenzähne der Kaninchen (Abb.6). Hierdurch wird das unterhalb der Zahnbiegung liegende Zahnfach axial stärker belastet. Es kommt zum sekundären Knochenschwund mit weiter fortschreitendem Verlust der Zahnabstützung, während sich der gegenüber­liegende Alveolarbereich parallel hierzu erweitert. Dies wiederum fördert die Anhaftung von Plaque sowie das Einspießen weiterer Futterpartikel, wodurch sich die peridentale Entzündung weiter ausbreiten kann. Die Zahnfacherweiterung führt mitunter zu deutlichen seitlichen Dislokationen einzelner Zähne. Hinzu kommen Zahnrotationen, die bei der Adspektion der Kaufläche an der pathologischen Ausrichtung der Schmelzfalten erkennbar sind. All dies verschlechtert die physiologische „Selbstreinigung des ­Gebisses“, wodurch ein kaum mehr zu durchbrechender Circulus vitiosus beginnt; insbesondere dann, wenn sich die zunächst rein periodontale Entzündung über den Apex in das umliegende Knochengewebe ausgebreitet hat (eitrige Zahnwurzelentzündung).


Abb.5 Linker Unterkieferbackenzähne eines Kaninchens mit Verlust der interdentalen Lamina dura, erweitertem Approximalbereich sowie lingualer Verbiegung des zweiten Backenzahnes.


Abb.6 Kaninchen von Abb. 5; Situation vor Reinigung des erweiterten Approximalbereiches.

Die Pathologie bleibt hierbei meist nicht auf einen Quadranten des Gebisses beschränkt, sondern es reagieren relativ frühzeitig auch die Antagonisten mit entsprechenden Veränderungen. Insbesondere bei Kaninchen wachsen sie in den erweiterten Approximalbereich (Zahnlücke) hinein und drücken hierdurch die Backenzähne noch weiter auseinander (Abb.7). Als Folge der schmerzhaften lokalen Veränderungen des Desmodonts sowie des benachbarten Kieferknochens versuchen die Tiere, das Futter überwiegend mit der gesunden Gegenseite des Gebisses zu zerkleinern. Dies führt dazu, dass auch die Antagonisten der entzündlich veränderten ­Backenzähne strukturelle Veränderungen der Zahnhartsubstanz aufweisen (Abb.8). Vermutlich als Folge einer zunehmenden ­Inaktivität oder bedingt durch deren unphysiologische Belastung entwickeln nun auch die Gegenzähne ausgeprägte Zahnsubstanzveränderungen. Diese machen die Zähne spröde und beeinträchtigen ihre Funktion. Teile der Krone können abbrechen, was wiederum einen entsprechenden Überwuchs der Gegenzähne nach sich zieht.


Abb.7 Linke Gebisshälfte eines Kaninchens mit Erweiterung mehrerer Approximalbereiche sowie stufiger Kaufläche als Folge eines sekundären maxillären Zahnüberwuchses (erster Molar).


Abb.8 Kaninchen mit einseitig hochgradiger Schmelz- und Dentinhypoplasie der Backenzähne sowie deutlicher Zahnfacherweiterung im Prämolarenbereich (Ansicht von vorne).

Im Endstadium weisen Kaninchen einseitig hochgradige ­Malokklusionen mit einer völligen Zerstörung der Backenzähne (mit oder ohne zusätzliche Zahnwurzelentzündung) auf, wohin­gegen bei Meerschweinchen extreme Malformationen betroffener Backenzähne dominieren (Abb. 8). Diese sind Folge einer apikalen Infektion, wobei Unter- und Oberkiefermolaren in etwa gleich häufig betroffen sind. Bleiben als Folge einer inadäquaten Selbstreinigung des Gebisses Futter und Plaque länger auf der Zahn­oberfläche haften, kann dies auch bei elodonten Backenzähnen zu sekundären kariösen Läsionen führen. Dies wird verstärkt durch Futtermittel mit einem hohen Kohlenhydratanteil (Stärke), da hierdurch das Wachstum oralpathogener Bakterien begünstigt wird. Des Weiteren verändert sich bei Meerschweinchen auch die Winkelung der Kauflächen, die normalerweise eine Neigung von ca. 40° aufweisen. Durch flachere bzw. steilere und mitunter gewellte Kauflächen wird das gesamte Gebiss asymmetrisch. Rein einseitige Gebissveränderungen sind bei Meerschweinchen kaum möglich, da bei der Mahlbewegung stets beide Gebisshälften in Aktion sind. Jedoch kann schmerzbedingt der Druck auf die Backenzähne einer Kieferhälfte ­variieren, was sich bei einer reduzierten Be­lastung in Form eines dementsprechend einseitigen Überwuchses bemerkbar machen kann. Hierbei bilden sich oft Kauflächen, die eine 90°-Winkelung aufweisen, da nur mehr ein Teil der meist auch malformierten Molaren abgeschliffen wird.


Abb.9 Linke Oberkieferbackenzähne eines Meerschweinchens mit
ausgeprägter Malformation des mittleren oberen Backenzahnes als Folge einer apikalen Infektion sowie multiplen kariösen Läsionen im Bereich der Kaufläche.

Diagnostik

Für eine erfolgreiche Therapie von Parodontalerkrankungen ist eine frühzeitige Diagnostik von ganz entscheidender Bedeutung. Mithilfe von Periodontalsonden sowie fein­sten Küretten lassen sich beginnende Zahnfacherweiterungen gut nachweisen, ausmessen sowie ausräumen. Dies erfordert eine Narkose des Patienten und ein entsprechend geduldiges diagnostisches sowie therapeutisches Vorgehen, da der periodontale Bereich jedes einzelnen Zahnes sorgfältig überprüft werden muss – ebenso wie die Festigkeit der Zähne (hoher Zeitfaktor). Parallel hierzu wird eine röntgen­ologische Untersuchung des Gebisses durchgeführt, wobei besonders verdächtige Zähne isoliert dargestellt werden können (intra­orales Röntgen oder spezielle Lagerungstechniken). Dies ist ganz entscheidend, da ca. 80% der pathologischen Veränderungen „verborgen“ im Zahnfach und/oder im Kieferknochen stattfinden. Verlässt man sich lediglich auf die intraorale Diagnostik, so erkennt man folglich nur etwa 20% der ­Befunde.

Therapie

Die Therapie von Parodontalerkrankungen ist schwierig und – wie beim Menschen auch – gibt es prinzipiell keine „Heilung“ (zumindest in fortgeschritteneren Krankheitsstadien). Durch eine möglichst frühzeitige Diagnostik und Therapie lässt sich jedoch zumindest der Verlauf der Periodontitis verlangsamen. Hierbei werden Parodontaltaschen sorgfältig gereinigt, eingespießte Futterpartikel entfernt und die Zahnoberfläche mit feinen Scalern oder Bürstchen geglättet. Es folgt eine lokale Behandlung des Periodontiums mit geeigneten desinfizierenden Lösungen, die die Anzahl der patho­genen Keime reduzieren. Hierbei hat sich beim Heimtier Chlorhexidindigluconat bewährt. Es kann in besonders tiefe Parodontaltaschen in Form eines biologisch abbaubaren Depotpräparates eingelegt werden (PeriChip®). Um bei größeren Defekten den Wiederaufbau des Kieferknochens zu fördern, stehen spezielle Knochenersatz­materialien sowie Schmelzmatrixproteine zur Verfügung. Jedoch liegt über deren Einsatz bei kleinen Heimtieren noch zu wenig Erfahrung vor. Von ganz entscheidender Bedeutung ist bei schwerwiegenderen Fällen der Parodontopathie auch eine entsprechende Sanierung des gesamten Gebisses (Zahnextraktion, Zahnkürzung etc.). Hierdurch soll – soweit überhaupt noch möglich – die Selbstreinigung des Gebisses verbessert werden.

take home

Um Parodontal- und Zahnerkrankungen erst gar nicht entstehen zu lassen, sollte bei herbivoren Heimtieren in besonderem Maße auf eine adäquate Ernährung geachtet werden. Hierdurch lassen sich die Zähne langfristig gesund erhalten und gleichzeitig sichert es die natürliche Selbstreinigung der Zähne bzw. des Periodonts. Die Zähne wachsen 10–16cm pro Jahr – lebenslang. Und über diesen ganzen Zeitraum hinweg müssen Zahnwachstum sowie Zahnabrieb exakt im Gleichgewicht bleiben. Dies gelingt nur mit Futter, das über den Zeitfaktor den Abrieb der Zähne fördert. Gleichzeitig darf es aber zur Schonung des Periodonts nicht zu hart bzw. „sperrig“ sein. Besonders raufaserreiches Heu (z.B. Timothy-Heu) ist daher eher ungeeignet. Frisches Wiesenfutter im Sommer und eher weichere Heusorten mit entsprechendem Blattgemüse im Winter erfüllen diese Voraussetzungen.

Fotos: © Dr. Estella Böhmer
Titelbild: © istockphoto.com?|?druvo

HKP 1 / 2015

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe HKP 1 / 2015.
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Der Autor:

Dr. Birte Reinhold, ICHTHYOL-GESELLSCHAFT
„Endlich hat sich hundkatzepferd zum Fachmagazin für den Tierarzt entwickelt. In der Ausgabe 03/12 fielen neben informativen Neuigkeiten aus dem Praxisbereich und den lustigen Nachrichten aus der Tierwelt viele anspruchsvolle und praxisrelevante Fachartikel in einem ungewöhnlich anschaulichen und erfrischenden Design auf. Auch ein Fachmagazin kann unterhaltsam sein und taugt somit auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zur Feierabendlektüre im Gartenstuhl. Gefällt mir!“
Prof. Dr. Arwid Daugschies, Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät – VMF
„hundkatzepferd serviert dem Leser den aktuellen Wissensstand in leicht verdaulicher Form. In Zeiten einer erdrückenden Informationsflut tut es gut, wenn solides Wissen auch in erfrischend entspannter Art angeboten wird.“
Dr. Anja Stahn ( Leitung der Geschäftseinheit VET in Europa und Middle East bei der Alere )
Die hundkatzepferd begleitet mich nun schon seit einigen Jahren. Nach wie vor begeistern mich
die Aufmachung, der fachliche und informative Inhalt sowie und die beeindruckenden Fotos des
Fachmagazins. Ganz deutlich ist seit einigen Monaten eine noch stärkere Ausrichtung auf die Belange
und Interessen der Tierärzteschaft zu erkennen. Dies ist sehr erfreulich. Das Magazin gehört in jede
Praxis und sollte unterhaltsame „Pflichtlektüre“ für das ganze Praxisteam sein.