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Für ’ne Tüte Popkorn

Altersvorsorge für Tierarzt-Helferinnen leicht gemacht

„Altersvorsorge, gäähn, ist doch was für Spießer. Wer weiß, ob ich überhaupt sechzig werde. Ich will jetzt leben, schicke Klamotten kaufen, mal in die Disse und ein flottes Auto fahren. Wovon soll ich denn noch sparen?“ Simone liebt ihren Job in der Tierarztpraxis. Als ausgelernte Helferin – pardon: Tiermedizinische Fachangestellte – bringt sie immerhin gut 1.000 Euro netto mit nach Hause. Aber dennoch bleibt am Ende des Geldes oft noch viel Monat übrig.

Jetzt hat ihr die Chefin ein „unmoralisches Angebot“ gemacht: „Wenn du jeden Tag einen Euro beiseite legst, kannst du später 500 Euro Zusatz-Rente kassieren!“ Wie soll das denn funktionieren? Kein Hexenwerk, es geht, weil der Arbeitgeber und Vater Staat kräftig mithelfen. Die Tarifparteien, der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) und der Verband medizinischer Fachberufe (vmf), haben zum 1. April die Grundlagen dafür geschafften. Als Anschub spendiert die Tierärztin ihrer Simone 30 Euro im Monat zusätzlich zum Gehalt. Die fließen ohne Abzüge in die sogenannte „betriebliche Altersvorsorge“, eine besondere Form der Rentenversicherung. „Meinst du mit Anschub, ich soll auch noch etwas dazulegen?“ Genau! Jetzt kommt der Brutto-Netto-Trick: Wenn du 60 Euro deines Bruttogehaltes für die Altersvorsorge umwandelst, sparst du davon die Hälfte an Steuern und Sozialabgaben. Es kostet dich also nur die Hälfte. „Hört sich prima an!“

Es kommt noch besser: Meine Praxis spart nämlich auch noch Sozialabgaben.

Diese 20 %, meinen die Verbände, soll ich an dich weiter geben. Warum auch nicht, kostet mich ja nichts. Nun rechne mal, Simone: meine 30 Euro Anschubfinanzierung, plus deine 30 Euro netto, zudem deine 30 Euro eingesparten Steuern und Sozialabgaben und noch mal 12 Euro on Top (20 % deiner 60 Euro Entgeltumwandlung) macht ….. unglaubliche 102 Euro, die Monat für Monat in deine Rentenversicherung fließen. Und nun lass dir mal ausrechnen, was du mit 67 raus bekommst. „Wo ist der Haken an der Sache?“ Im Rentenalter zahlst du Steuern und Krankenversicherung auf die Rente. Es lohnt sich trotzdem. „Und wenn ich mal die Stelle wechsele?“ Der neue Chef ist verpflichtet, die betriebliche Altersvorsorge fortzusetzen. „Und wenn ich Kinder bekomme und eine Zeit mit der Arbeit aussetze?“ Dann kannst du entweder privat weiterzahlen oder den Vertrag ruhen lassen. Persönlich empfehle ich dir: Sorge dafür, dass du eine eigene Absicherung bekommst – unabhängig von der Rente deines künftigen Mannes. Dann bist du auf der sicheren Seite.

„Tolle Idee“, denkt Simone, „einen Euro am Tag sollte ich schaffen. Gibt’s halt mal kein Popkorn im Kino ….“

Das fiktive Gespräch hat sich der Versicherungsmakler Gerd-Dieter Gudd ausgedacht. Seine TVD-Finanzgruppe betreut schon seit 50 Jahren Tierarztpraxen und kennt sich mit der betrieblichen Altersvorsorge ganz gut aus.

gerd-dieter.gudd@tvd-finanzgruppe.de
www.tvd-finanzgruppe.de

HKP 2 / 2009

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe HKP 2 / 2009.
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Dr. Birte Reinhold, ICHTHYOL-GESELLSCHAFT
„Endlich hat sich hundkatzepferd zum Fachmagazin für den Tierarzt entwickelt. In der Ausgabe 03/12 fielen neben informativen Neuigkeiten aus dem Praxisbereich und den lustigen Nachrichten aus der Tierwelt viele anspruchsvolle und praxisrelevante Fachartikel in einem ungewöhnlich anschaulichen und erfrischenden Design auf. Auch ein Fachmagazin kann unterhaltsam sein und taugt somit auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zur Feierabendlektüre im Gartenstuhl. Gefällt mir!“
Prof. Dr. Arwid Daugschies, Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät – VMF
„hundkatzepferd serviert dem Leser den aktuellen Wissensstand in leicht verdaulicher Form. In Zeiten einer erdrückenden Informationsflut tut es gut, wenn solides Wissen auch in erfrischend entspannter Art angeboten wird.“
Dr. Anja Stahn ( Leitung der Geschäftseinheit VET in Europa und Middle East bei der Alere )
Die hundkatzepferd begleitet mich nun schon seit einigen Jahren. Nach wie vor begeistern mich
die Aufmachung, der fachliche und informative Inhalt sowie und die beeindruckenden Fotos des
Fachmagazins. Ganz deutlich ist seit einigen Monaten eine noch stärkere Ausrichtung auf die Belange
und Interessen der Tierärzteschaft zu erkennen. Dies ist sehr erfreulich. Das Magazin gehört in jede
Praxis und sollte unterhaltsame „Pflichtlektüre“ für das ganze Praxisteam sein.